06 Oktober 2005

Schwule Pinguine

Heute war ich in der Stadt unterwegs und wurde auch prompt wieder von einem Mitschnacker eines Marktforschungsinstituts angesprochen. Thema: Wein und Weinprobe. Belohnung: Eine Flasche Wein. Bei so einem Angebot muss man doch mitmachen.

Wennman sich wie ich fast tagtäglich mit irgendwelchen Marktforschungsprojekten beschäftigt fällt einem mit der Zeit so einiges auf. Hier wieder das gleiche. Wildfremde menschen sitzen an einem Konferenztisch und sollen sich zu einem thema äußern oder wie diesmal einen Fragebogen ausfüllen. Merkt den eigentlich niemand, dass so die Ergebnisse eine völlig falsche Richtung bekommen? Die Umgebung in der man sich befindet wirkt sich eklatant auf das Verhalten der Probanden aus. Deswegen gibt es auch soviele schwule Pinguine in den Zoos.
Ich trinke zwar gerne Wein, aber ich kann beim besten Willen nicht sagen warum mir ein Wein schmeckt und der andere nicht. Und hier musste ich wie bei einer Prüfung wieder erklären, wie ich zu meiner Beurteilung gekommen bin. Also einfach mal ein paar Dinge angekreuzt.

Wieso muss immer alles mit Zahlen belegt werden? Warum kannman sich nicht einfach mal mit ein paar "Konsumenten" zu Hause treffen. Einer lädt einfach ein paar Freunde ein und das Institut sponsert einfach mal einen netten Abend. Keine Kamera. Gewohnte Umgebung. Die Probanden kennen sich untereinander und niemand muss den großen Kenner machen. Und dann einfach nur mal zuhören, was die Leute so zu erzählen haben. Zuhören nicht zählen ist wichtig in der Marktforschung.

1 Kommentar:

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