05 Oktober 2005

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In Ulrich Becks Buch "Was zur Wahl steht" habe ich eine schöne Parabel gefunden, die den Alltag einer Agentur schön widerspiegelt. (Übrigens fand ich die Geschichte so passend, dass ich gleich meinen Blog nach ihr benannt habe.)

Jemand wandert einen Fluß entlang und bemerkt dabei, dass ihm große tote Fische mit silbernen Bäuchen entgegentreiben. Er will helfen und verhindern, dass die toten Fische den Fluß verunreinigen. Also greift er zu einem Stock und versucht die toten Fische aus dem Wasser herauszuholen.
Er ist so beschäftigt den Fluß von toten Fischleichen zu reinigen, dass er nicht mehr zum Nachdenken kommt. Als es ihm zuviel wird, wischt er sich den Schweiß von der Stirn und fragt sich: Was, zur Hölle ist, eigentlich flußaufwärts los?

Meine Moral der Geschichte: Ein Blickwechsel ist manchmal wichtiger als die aktionistische Beseitigung der Fischkadaver. Manchmal habe ich das Gefühl, dass Agenturen zu sehr auf die Beseitigung er toten Fische setzen und dabei vergessen, dass sie eigentlich flußaufwärts nachschauen müssten was die Fische eigentlich umbringt.

Und dieser Blog enthält meine Überlegungen zu den Dingen, die flußaufwärts passieren.

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