26 März 2006

Vortrag: Mut zum Risiko

Letzten Dienstag war ich im SV-Forum der Süddeutschen Zeitung und habe mir einen Vortrag von Prof. Dr. Peter Kruse mit dem Thema "Mut zum Risiko" angesehen. Ein etwas allegemein gehaltener Titel, finde ich. Konkret hat Kruse eigentlich nur erklärt, wie Menschen mit Veränderung umgehen.
Grundsätzlich habe ich nicht viel neues erfahren können. Allerdings war es schön zu sehen, dass die klassischen Experimente der Neuro-Psychologie wirklich effektvoll in Präsentationen eingesetzt werden können. Ich muss unbedingt mal wieder in meinen alten Studienunterlagen nach diesen ganzen Sachen suchen.

Und was ich mir mal wieder notiert habe, sind 5 Möglichkeiten wie Menschen mit Komplexität und Unsicherheit umgehen:
1. Sie probieren spontan Lösungwege aus (trial & error)
2. Sie verdrängen konsequent mögliche Folgen oder Optionen
3. Sie versuchen eine komplexe Situation durch analytisches verstehen zu erfassen. Das ist natürlich sehr langsam und deswegen nicht immer geeignet.
4. Sie versuchen die Situation künstlich zu vereinfachen, indem sie trivialisieren. Discounter sind wahre meister darin.
5. Sie versuchen durch Emotion und Intuition Muster zu bilden an denen sie sich orientieren können.

Für Marken ist die Emotionalisierung wichtig, den Marken sind ein limbisches Ereignis. Dies wir am Pepsi Test sehr deutlich. Beurteilt man ein Produkt nur nach seinen rationalen Eigenschaften, z.B. durch einen Blindtest, kann es passieren, dass andere produkte präfiert werden. Pepsi schneidet im Blindtest besser ab als Cola. Lässt man die Menschen aber zwischen zwei Marken wählen, greifen sie gerne zur stärker emotional bestzeten Marke. Im Falle des Pepsitests wäre das wiederum Coca Cola. Warum? Weil Marken Emotionen sind!

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