07 April 2006

Was man besser machen könnte!

Gestern fand die jährliche AAAA Konferenz, also der American Association od Advertising Agencies, in Scottsdale Arizona statt.
Neben der traurigen Tatsache, dass man dort dem letzte Woche verstorbenen DDB Chef Ken Kaes gedachte, wurde anscheinend wieder viel über die Zukunft der Werbung diskutiert.
Auf AdAge kann man sich einen kleinen Videozusammenschnitt der Rede von Ron Berger, seines Zeichens Euro RSCG Chef in New York ansehen.

Einige Dinge, die er erwähnt sehe ich ziemlich genau so und deswegen wiederhole ich sie hier einfach mal.
In Zukunft sollten wir (also alle die ihr Geld irgendwie mit Kommunikation verdienen) aufhören die Adjektive klassische, tradionelle oder neue in Verbindung mit dem Wort Medien zu benutzen. Es interessiert einfach niemanden (außer vielleicht die Mediaplaner, die immer noch denken, dass die 80er eine echt coole Zeit waren.) in welchem Medium geworben wird. Wichtig ist die Botschaft rüberzubringen.

Wobei wir dann beim Thema Ideen wären. Wie Ron berger sehr richtig sagt: Schön wäre es, wenn die ganzen Leute in den Führungsetagen die von den großen Ideen reden, tatsächlich auch mal welche haben würden. Ich sehe diesen Kommentar garnicht aus der Sicht der Kreation (ich bin mir sicher, dass gute Kreation auch aus den Führungsetagen kommt), sondern eher aus der Sicht der Umstrukurierung der Agenturorganisationen. Anstatt immer über neue tolle Agenturmodelle zu reden sollte, man einfach mal anfangen diese großen Ideen auch umzusetzen.

Was mich zum dritten Punkt bringt: Das ständige lamentieren der großen networks über die kreativen Neugründungen (Strawberry Frog, Mother, St. Lukes, naked, Crispin, Porter + Bogusky, usw.) die mittlerweile auch große Etats an Land ziehen und den Networks so die Schau stehlen. Aber der mensch ist grundsätzlich etwas träge veranlagt, warum sollte das in der Werbung anders sein.
ich will ja nicht die Welt verändern, sondern mich einfach nur etwas mehr Spaß haben. Was kann daran so falsch sein?

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