06 Juli 2006

Viel Geld für nix.

In der aktuellen Printausgabe der der W&V (Nr.27/2006) gibt´s es ein paar schöne Zahlen zum Thema WM Sponsoring. Mir persönlich sind ja gerade die Sponsoren häufig sehr unangenehm aufgefallen. Klar muss so ein Riesenevent auch finanziert werden, also braucht man auch Sponsoren. Aber eine Eintrittskarte habe ich nicht bekommen und ich schiebe das mal ganz subjektiv auf die Sponsoren, die sich anscheinend einen großen Teil der Kartenkontigente gesichert haben, um sie dann in unsäglichen Gewinnspielen zu verlosen.

Aber zurück zum Thema. Die W&V hat also eine Umfrage durchgeführt und 1000 Leute (im Internet, ja ja verzerrte Stichprobe ich weiß) gefragt wer den so WM Sponsor ist.
Raus kam was rauskommen musste: Ungestützt können sich 35% an Coca Cola erinnern, 24% an McDonald´s, 22% an die Telekom, 20% an Adidas und dann wird es auch schon sehr sehr dünn. 8% erinnern sich an Hyundai (deren Spot ich so scheiße finde, dass ich mein Leben lang keinen Hyundai kaufen werde oder lieber zu Fuß gehe), 5% an Obi (die ja nur nationaler Förderer sind) . Naja und dann geht das so weiter. Zwischendurch schummeln sich noch so ein paar Marken rein, die eigentlich gar keine Sponsoren sind. Z.B. Mercedes und Krombacher mit 3% Nennungen. An den offiziellen Sponsor Avaya erinnern sich übrigens ganze 1%.

Das Sponsoring hat sich also nur für die wenigsten Marken wirklich gelohnt. Die Erinnerung an die Sponsoren liegt nur bei 4 Marken im zweistelligen Bereich. Alle anderen sind quasi nicht existent als Sponsoren.
Warum? Weil die meisten Marken zwar viel Kohle ins Sponsoring stecken, aber überhaupt keine Vernetzung mit relevanten Inhalten bieten. Was hat Hyundai denn noch so nebenbei gemacht, außer mich mit seinen blöden Spots genervt? Ich zumindest habe nichts gesehen.
McDonald´s hingegen hat die Kinder WM Eskorte ins Leben gerufen. Hier wird ein direkter Bezug zum Fußball hergstellt. Die Stepkes können zusammen mit ihren Idolen auf den Platz laufen und zur Nationalhymne neben ihnen stehen. Coca Cola hat die Heimspiel WG gegründet und sorgt gleich mal für Consumer Generated Content.
Mit einem einfachen Sponsoring ist es also nicht getan. da klebt dann nur ein Logo auf der tapete der Pressekonferenz. Man muss sich auch mal überlegen was relevante Inhalte sind mit denen ich so ein Sponsoring mit Leben fülle.
Und was genau macht Avayo eigentlich?

Keine Kommentare: