06 August 2006

Zum Einkaufen braucht man Hände

B U Y - Eagle Rock Chevron Station

Nachdem ich nun drei Wochen mit einem Gips rumgelaufen bin, habe ich ab morgen endlich wieder zwei Hände frei. Endlich kann ich mich dann wieder normal bewegen. Und vor allem auch einkaufen. Man merkt halt eben erst wie nützlich so ein Arm ist, wenn man ihn nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt benutzen kann.

Im Supermarkt war das eine echte Qual. Abends noch kurz vor Ladenschluss mit der Laptoptasche in den Laden und dann mal wieder keinen Euro zur Hand. An der Kasse ein Gedrängel, so dass man auch keine Lust mehr hatte den 10€ Schein umzutauschen. Also einfach rein, eine Flasche Wasser und eine Pizza gegriffen. Mehr konnte ich in einer Hand bzw. unter dem Arm nicht tragen. Ich hätte ja gerne noch einen Joghurt, vielleicht noch einen Liter Milch oder ein paar Chips gekauft und dann alles in eine große Tüte gepackt, aber ich hatte ja keinen Einkaufswagen.

Und nachdem ich das drei Wochen lang gemacht habe, ist mir klargeworden, dass die Supermärkte sich wahrscheinlich selbst um ihren Umsatz bringen. Es gibt bestimmt hunderte von Leuten, die jeden tag einen Supermarkt betreten und dann feststellen, dass sie keinen Euro für den Wagen haben. Der größte teil von Ihnen wird dann wahrscheinlich einfach reingehen, sich soviel schnappen wie sie mit zwei gesunden Armen – falls sie nicht sowieso schon in der anderen eine tasche tragen – tragen können und schnell an die Kasse gehen. Wäre der Einkaufswagen nicht festgekettet hätten sie wahrscheinlich viel mehr gekauft und der Supermarkt hätte mehr Gewinn gemacht. Ähnlich ist es mit den Tüten, die ich an der Kasse kaufen muss, um meine Sachen aus dem Supermarkt zu transportieren. Die Kosten zwar nur 10 Cent, aber trotzdem stelle ich mir immer wieder die Frage, ob ich jetzt mit einer Tüte auskomme und kaufe dann lieber etwas weniger ein.

Warum machen es uns die Supermärkte so schwer einzukaufen?

Klar will man so Personal (irgendwer müsste ja die Wagen wieder einsammeln) und Kosten sparen, aber hat sich mal irgendwer ausgerechnet, ob der Mehrumsatz den man durch solche kleinen Erleichterungen erzielt, sich am Ende trotz gestiegener Kosten nicht auch in mehr Gewinn auszahlt?

Wir lieben Lebensmittel sagt Edeka. Wie wäre es mal, wenn ihr anfangt eure Kunden genauso zu lieben?

Aber vielleicht kann der Shopblogger ja mal aus dem Nähkästchen plaudern :)

Bild via Spell with Flickr

Keine Kommentare: