12 Februar 2007

DLD 2007



Obwohl der DLD nun schon fast 4 Wochen her ist, nun auch noch von mir ein paar abschliessende Gedanken.
Erstmal sollte man sich wirklich herzlich beim Burda Verlag bedanken, denn eine solche Veranstaltung auf die Beine zu stellen ist sicherlich nicht ganz einfach und kostet wohl auch entsprechend. Über Web 2.0 wird ja mittlerweile auch in Deutschland viel geredet, aber wenn man dann wirklich mal die internationale Web 2.0 Elite treffen kann, ist das schon wirklich beeindruckend.

Meine Notizen in Kurzform:
Linda Stone hat den Terminus Continous Partial Attention erfunden und sprach in ihrer Keynote davon, dass sich immer mehr Menschen mit dem Problem konfrontiert sehen ständig online und erreichb ar sein zu müssen. Das ist letztendlich 24 Stunden Stress und wir werden gerade im Umgang mit den neuen Medien andere Verhaltensweisen entwicklen, damit wir nicht alle eines Tages vor lauter Stress tot umfallen. Sehe ich genauso und ich habe ja schon angefangen meine emails nur noch zu festen Zeiten abzurufen. Wenn etwas wirklich wichtig ist, kann man mich ja auch anrufen.

Interessant waren auch die Macher von lonelygirl15. Der Skandal (wenn man das so nenne will) um lonelygirl15 hat dem Erfolg keinen Abbruch getan. Im gegenteil: die Nutzerzahlen steigen weiter an. Irgendwann wird lonelygirl15 wahrscheinlich als erste Soap Opera bei YouTube gehandelt.

Dann waren da noch die Jungs von netvibes.com, die immer davon erzählten, dass das Internet jetzt in viele kleine Teile zerfällt. Wobei das für mich ja schon immer der Fall war, aber irgendwie müssen sie ihren Service ja postrationalisieren :)

Extrem interessant waren auch Ariana Huffington und David Sifry, die sich über die neuen Geschäftsmodelle der Verlage äußerten. Beide waren sich einig, dass Blogs und Consumer generated Content die Zeitung nicht verdrängen werden. Allerdings wird sich die Funktion der Zeitung verändern. Es wird in Zukunft nicht mehr darum gehen Neuigkeiten zu verbreiten, denn da ist das Internet wesentlich effizienter. Vielmehr werden die Zeitungen überleben, die Kontext für die vielen teilweise sich widersprechenden Informationen liefern.

Zum Thema Komplexität passt übrigens auch schön das Zitat von BMWs Chefdesigner Chris Bangle der sagte, dass wir Piloten 10.000 Stunden trainieren bis sie ein Flugzeug fliegen dürfen und gleichzeitig erwarten, dass Leute in ein mit High Tech vollgestopftes Auto einsteigen und sofort wissen was zu tun wäre.

Alle Vorträge vom DLD kann sich als Streaming Video übrigens hier ansehen.

Keine Kommentare: