05 Februar 2007

Schleichwerbung und der Longtail

Product Placement ist ja zumindest in Deutschland verboten. Trotzdem wird es natürlich gemacht, indem man der filmproduktion einfach sein Produkt kostenlos zur Verfügung stellt. Das nennt man dann Produktbeistellung. Im Prinzip ist das ja auch keine schlechte Sache, wenn man in Filmen eine Coke auf dem Esstisch stehen hat und nicht irgendeine rote Dose. Ich kann mich noch erinnern, dass das vor allem in deutschen Serien echt bescheuert aussah. Aber natürlich kann es auch nerven, wenn so eine Produktbeistellung völlig ohne Kontext in eine Szene gequetscht wird.

Ob Schleichwerbung oder nicht, oftmals möchte man einfach die Produkte die in Filmen benutzt werden haben. Das Problem ist dabei aber oftmals, dass man ja garnicht so genau weiß wie das jetzt genau heißt was man da gesehen hat und dementsprechend auch keine Ahnung wo man es jetzt kaufen kann. Und genau dafür wurde jetzt seenon.com entwickelt. Nicht alle aber viele Produkte aus bekannten Fernsehserien lassen sich hier finden und per Link beim entsprechenden Internetshop bestellen. Das Angebot reicht von Hurleys Schokoriegeln aus Lost bis zum Cashmere Pullover aus Desperate Housewifes.

Für mich eigentlich wieder ein erfolgsversprechendes Businesskonzept des Longtails. Im Prinzip lohnt es sich nicht wahrscheinlich nichtmal für amazon diese tausend verschiedenen Sachen anzubieten. Ein Nischenanbieter kann davon jedoch ganz gut leben. Vor allem wenn er durch einen Service wie seenon.com, der ja nichts anderes tut, als die Produkte vieler Nischenanbieter auf einer Seite zu aggregieren, sogar noch entsprechend mehr Traffic bekommt und seinen potenzielle Käuferkreis erheblich ausweiten kann.

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