25 August 2007

Subversive Kraft des Skateboardings

Diese Woche war ich bei den Magellan Terrassen in der Hamburger Hafencity. Wie so oft finden sich an Plätzen mit vielen langen Treppen, glatten Böden und abgerundeten Ecken Skateboarder ein, um eben jeden Tag aufs neue im sportlichen Wettstreit festzustellen wer den nun diesen "Spot" am elegantesten, coolsten oder waghalsigsten mit seinem Rollbrett unter den Füßen bezwingt. Das wiederum kollidiert dann leider oft mit den Interessen der restlichen sich dort aufhaltenden Menschen, die so eine Treppenstufe oder Bank vielleicht eben mal zum sitzen nutzen möchten. Oft gibt es dann lautstarke Diskussionen wer nun die Bank für was nutzen darf.
Und obwohl Skateboarding ja nicht gestern erst erfunden wurde und ich es mittlerweile fast schon als Breitensport bezeichnen würde (mittlerweile hat ja jede Kleinstadt ab 30.000 Einwohnern ihren eigenen Skatepark), scheint es die Architekten, Stadtplaner und generell die Öffentlichkeit immer wieder aufs neue zu überraschen, dass an dem schönen neuen Platz plötzlich Skateboarder rumfahren.
Und während früher regelmäßig das Ordnungsamt oder die Polizei an solchen Plätzen vorbeikam, um die Skateboarder des Platzes zu verweisen, wird heute einfach der "Spot" skate-proof gemacht. So auch die Magellan Terrassen:





Sehr interessant zu sehen, wie die Skateboardkultur so die städtische Architektur beeinflussen. Und das auf eine ziemlich subervise Art, denn auch wenn man sich schon bei der Planung denken kann, dass ein solcher Platz sehr attraktiv für Skateboarder sein wird, so sind es doch die Skateboarder, die immer wieder neue Wege finden die städtische Umgebung kreativ zu nutzen. Der Architektur bleibt dadurch nichts anderes übrig, als sich im nachhinein anzupassen.

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