14 Juli 2008

iPhone=Goldgrube

Seit drei Tagen gibt es das neue iPhone 3G nun zu kaufen und wie Apple mittlerweile mitteilen lies, sind schon 1 Millionen Stück verkauft worden.Das ist beachtlich aber auch nicht unbedingt verwunderlich, wenn man bedenkt, dass die Lager mit den iPhones der ersten Generation ja schon vor Wochen geräumt wurden. Außerdem versteht es Apple halt vortrefflich den Hype zu schüren und wenn man ein iPhone dann auch in 21 Ländern gleichzeitig launcht, schlägt sich der seit Wochen aufgestaute Kaufwunsch eben umso deutlicher nieder.

Dem Ansturm folgte dann auch erstmal die Applekalypse. Viele Neukunden konnten aufgrund überlasteter Server ihre neuen iPhones nicht aktivieren und wer sein altes iPhone oder seinen iPod Touch auf die Software 2.0 updaten wollte, musste manchmal wohl auch viel Geduld haben. Ich habe auch erstmal bis Sonntag gewartet, um auf meinem (nun leider veralteten) iPhone die 2.0 Software zu installieren. Aber es hat sich gelohnt. Mein iPhone ist jetzt nützlicher den je, denn nun kann ich mir endlich total einfach Software aus dem iTunes Store runterladen.

Und das ist meiner Meinung nach dieses Mal der tatsächliche Coup von Apple. Damit ist Apple den Nokias, Motorolas und Sony Erricssons dieser Welt wieder einen riesigen Schritt vorraus. Denn nun zahlt sich das im Gegensatz zu anderen Smartphones teilweise doch sehr abgespeckte iPhone für Apple richtig aus. Statt immer alle Programme und Funktionen in ein Telefon zu packen, wie es Nokia und Co. eben oft gemacht haben und nach wie vor oft machen (müssen), kann sich nun jeder selbst ganz einfach und bequem die passende Software runterladen. Für Preise zwischen umsonst und knapp 10 Euro lädt man sich ohne lange nachzudenken gerne mal das eine oder andere Programm bzw. Spiel runter. Und die kleinen netten Buttons machen es sogar schön anfassbar. Bei Jamba und Co habe ich nie etwas runtergeladen, weil ich immer unsicher war ob und wie ich es auf mein handy draufkriege. In iTunes und auf meinem iPhone kann ich meine gekauften Programme eben in Form der netten Buttons sehen.

Und ich glaube das geht nicht nur mir so. Anscheinend wurden in den ersten drei Tagen auch schon gut 10 Millionen Programme im iTunes Application Store runtergeladen. Sicherlich werden viele erstmal eines der kostenlosen Programme ausprobiert haben, aber dann wird man sicherlich auch gerne mal das eine oder andere Spiel (Poker kann ich sehr empfehlen) runterladen. Und sofern Apple die Programe nicht sogar selber programmiert gehen 30% des Verkaufspreises an Steve Jobs.

Eine wahre Goldgrube, wenn man bedenkt, dass sich die Zahl der Mobiltelefone bis 2015 wahrscheinlich auf 5,X Millionen verdoppeln wird. Da wundert es mich auch nicht, dass neben den diversen Energiekonzernen vor allem auch die drei Telekommunikationsunternehmen Vodafone, AT&T und China Mobile zu den teuersten Unternehmen der Welt gehören. Oder diesen Post in Anlehnung an Kostolany abzuschliessen: "Haben Sie schon mal über Apple nachgedacht?"

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