14 Januar 2009

Arbeiten 2.0

Ich bin ja auch ein großer Freund des flexiblen und vor allem vernetzten Arbeitens.
Emails waren als Ersatz für das Fax ja wirklich ein tolle Sache. Aber mittlerweile ist es teilweise auch ganz schön nervig: ständig werden Dokumente hin und her geschickt und am Ende hat jeder tausend Versionen und nach 2 Monaten kennt niemand mehr den aktuellen Stand. Das es auch anders geht, nämlich online gemeinsam ein Dokument bearbeiten zeigt Google Docs ja wunderbar. Oder diese kurzen "Ja", "Nein", "Danke" emails. Nett gemeint, aber eigentlich extrem ineffektiv, weil sie meine Aufmerksamkeit für einen kurzen Augenblick wieder auf das Mailprogramm lenken. Klar, kann ich mein email Programm auch einfach mal ausschalten und mir bestimmte Zeitfenster für email reservieren. Aber für so kurze Abstimmungen mit Kollegen, sind doch Instant-Messenger wie Skype wesentlich geeigneter. Und vor allem kann der Kollege auf der anderen Seite des Rechners Dank der Statusfunktion auch sofort sehen, ob er mich jetzt stört oder eben nicht.
Und dann gibt's ja noch diese ewige Linkrumschickerei. Hier ein witziges Video, dort ein guter Artikel usw. Aber wohin denn damit? Am Ende des Tages ist das email Postfach wieder verstopft mit Linkmails, die man irgendwie erstmal auch nicht löschen möchte. Aber warum vernetzt man sich nicht einfach mal mit den Kollegen über ein Social Bookmarking Tool wie del.icio.us? Ich lese einen interessanten Artikel, bookmarke ihn bei mir und klicke noch mal auf die Kollegen, die das auch interessieren könnte. Die kriegen keine mail (außer sie stellen sich das so ein), sondern schauen eben von Zeit zu Zeit mal in ihre Bookmarks und sehen dann dort auch meine Vorschläge.
Natürlich geht so etwas nicht von heute auf morgen. Und auch ich falle oft genug in die eben noch bemängelten Verhaltensweisen zurück. Zum Teil liegt das aber auch daran, dass in den allermeisten Unternehmen die Basis für Arbeiten 2.0 vorhanden sind. Es fehlt eben an Strukturen, Prozessen und ganz besonders eben auch an einer entsprechenden Kultur.

Ein schönes Beispiel, wie so eine Firma 2.0 aussieht gibt hier Willms Buhse von CoreMedia. Lediglich an den Charts sollte er noch arbeiten. Die sind wirklich nicht schön.

Link: Enterprise 2.0 - Die Kunst loszulassen Willms Buhse by HaysForum



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